Reitpädagogik

 

Das jüngste Angebot unseres Stalles beschäftigt sich mit der Reitpädagogik. Judith Steinmetz hat im Frühjahr 2009 ihre Ausbildung zur diplomierten Reitpädagogin in der Schweiz abgeschlossen und bietet diese Dienstleistung nun an.

Womit beschäftigen sich Reitpädagogen?

Sie führen mit behinderten, verhaltensauffälligen oder wahrnehmungsbeeinträchtigten Menschen heilpädagogische Reitstunden durch, erstellen individuelle Therapiepläne und leiten die Stunden.
 

Reitpädagogen führen in Privatställen, Heimen, Sonderschulen und Kliniken heilpädagogische Reitstunden durch. Sie unterstützen damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Verhaltensauffälligkeiten, emotionalen Blockaden, Kommunikations- und Beziehungsproblemen, psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, körperlichen und geistigen Behinderungen, Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen u.ä.m.
Beim heilpädagogischen Reiten steht nicht die reiterliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung im Vordergrund. Die Reitenden werden durch das Reiten sowie den Umgang mit dem Pferd ganzheitlich angesprochen, in ihrem Selbstvertrauen gestärkt und in ihrer körperlichen, emotionalen, geistigen sowie sozialen Entfaltung unterstützt.
Zu Beginn einer Reittherapie erfassen Reitpädagoginnen den Förderbedarf der von ihnen betreuten Personen. Aufgrund ihrer Beobachtungen und von Gesprächen mit Fachleuten und den Betroffenen bzw. deren Eltern erarbeiten sie einen individuellen Therapieplan, den sie später immer wieder den Fortschritten anpassen.
Die Therapie erfolgt in Form von Einzel- oder Gruppenstunden. Mit reiterlichen und gymnastischen Übungen sowie Geschicklichkeitsspielen schulen Reitpädagogen Wahrnehmung, Körperbewusstsein und motorische Koordination. Sie lassen die Reitenden z.B. Balanceübungen machen oder auf dem Pferderücken hingestreckt dem Bewegungsrhythmus nachspüren. Für gewisse Übungen verwenden sie Hilfsmittel wie Bälle. Meistens führen Reitpädagogen das Therapiepferd, wenn möglich reiten sie mit ihren Klienten aber auch auf dem Handpferd aus und lehren sie selbstständig reiten.
Von zentraler Bedeutung beim heilpädagogischen Reiten ist die Beziehung zwischen Pferd und Reiterin. Reitpädagoginnen helfen ihren Klientinnen, ein vertrauensvolles Verhältnis zum Pferd aufzubauen. Sie lassen diese an der Pflege, Fütterung, Stallarbeit, Führung und z.T. Schulung teilnehmen, Bereiche, für die die Berufsleute neben der reitpädagogischen Arbeit auch verantwortlich sind. Durch den intensiven Umgang mit dem Pferd können emotionale, soziale und mentale Probleme positiv beeinflusst werden.

 

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